Autonomes Fahren Level

Technik und die Level des autonomen Fahrens

Jeder kennt den sog. Tempomaten im Auto – die Geschwindigkeitsregelautomatik. 1945 reichte Teetor das erste Patent ein und wurde erstmals 1958 in einem Chrysler und anschließend 1962 in einem Mercedes-Benz verwendet. Auch eine Geschwindigkeitsregelanlage ist ein sogenanntes Assistenzsystem. Die zukünftigen Autos sollen viele Schritte weiter gehen und unabhängig fahren können.


Welche Assistenzsysteme stehen zur Verfügung?

Es gibt bereits viele bekannte Fahrerassistenzsysteme, die Fahraufgaben teils alleine oder in Kombinationen übernehmen. Dazu gehören verschiedene Varianten, wie z. B. halten von Abstand und Geschwindigkeit, überholen, parken, abbiegen, Berganfahrhilfe, ABS und ESP. Das ist alles bereits möglich und gehört nahezu zu unserem Alltag.


Dazu kommt der Prozess der Antriebsautomatisierung in fünf „Evolutionsstufen"

Ende 2019 gibt es bereits Fahrzeuge mit Systemen der Stufe 2 bis 3, jedoch sind Pkw mit „Stufe 3-Systemen” in Deutschland noch nicht gesetzlich zugelassen. Die Funktionen sind meist noch nicht aktiv geschaltet. Was sich nach Zukunftsmusik anhört ist keine mehr. Auf den Teststrecken werden bereits Autos der Stufe 3 bis 5 unter wirklichen Verkehrsbedingungen getestet.


1. Assistiert (Autonomes Fahren Level 1)

  • Der Fahrer hat stets zu jeder Zeit die Kontrolle über sein Fahrzeug.
  • Der Fahrer muss den Verkehr jederzeit im Auge behalten – ausnahmslos.
  • Assistenzsysteme bieten Unterstützung bei verschiedenen nicht stark sicherheitsrelevanten Fahraufgaben, wie z. B. der Tempomat. Hier wird die festgelegte Geschwindigkeit so lange beibehalten, bis der Fahrer aktiv wird.


2. Teilautomatisiert (Autonomes Fahren Level 2)

  • Auch hier hat der Fahrer zu jeder Zeit die Kontrolle über sein Fahrzeug.
  • Auch der Verkehr muss durch den Fahrer stets im Auge behalten werden.
  • Unter vordefinierten Bedingungen bleibt das Fahrzeug in der Fahrspur, bremst und beschleunigt. Als Beispiel hierfür dient der Stauassistent, welcher bereits in vielen Autos verbaut ist: Im Stau wendet sich das Auto dem vor ihm fahrenden Fahrzeug zu und folgt ihm eigenständig.


3. Hochautomatisiert (Autonomes Fahren Level 3)

  • Der Fahrer muss aktiv am Verkehrsgeschehen teilnehmen und dies überwachen.
  • Bei vom Hersteller genau spezifizierten Anwendungen fährt das Auto autonom.
  • Der Fahrer muss die Fahraufgabe auf Anforderung des Systems kurzfristig übernehmen, hier ist der Unterschied zu Level 2. Zum Beispiel auf der Autobahn übernimmt die Technik das Fahren. In Ausnahmesituationen (z. B. bei Straßenbauarbeiten) übernimmt dann der Fahrer die Aufgabe.


4. Vollautomatisiert (Autonomes Fahren Level 4)

  • Der Fahrer kann die Führung dem Auto selbst überlassen.
  • Das Fahrzeug fährt auf zahlreichen Strecken komplett selbstständig.
  • Eine Eingriffsmöglichkeit/ alternatives Lenksystem muss im Havariefall vorhanden sein (versenkbares Lenkrad, Joystick)
  • Die Passagiere können sich auch anderen Aktivitäten widmen.
  • Das System erkennt seine Grenzen, um sicherzustellen, dass es eine sichere und regelkonforme Situation schafft. Beispiel hier eine Fahrt im Stadtzentrum – selbst in der City fährt das Auto autonom.


5. Autonom (Autonomes Fahren Level 5)

  • Die Fahrzeug-Technik ermöglicht es, alle Verkehrssituationen zu bewältigen.
  • Die Fahrgäste sind frei von Fahraufgaben.
  • Fahren ohne Passagiere ist möglich.