Vollelektronische Steuerung

Vollelektronisch lenken, per Impuls – mit der Space Drive Technologie

Viele Autofahrer sind noch immer skeptisch, wenn sich ihr Auto nicht mehr über eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern lenken lässt, sondern über eine „elektronische Lenkung“ bekannt als Steer-By-Wire. Jedoch „steer-by-wire" – die elektrische Steuerung durch Datenkabel – ist zuverlässig, wenn die Technologie die entsprechenden Redundanzen/ funktionalen Sicherheiten aufweist. Was aber passiert, wenn keine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Achse mehr besteht und die Lenkungssteuerung nur noch über ein Datenkabel übertragen wird?

Bei den heutigen PKWs werden die Räder noch immer durch eine mechanische Verbindung gelenkt – genau wie zu Beginn der Automobil-Herstellung – auch wenn die Servolenkung heutzutage sogar bei Kleinwagen zur Basisausstattung gehört. Während der Fahrer bei den Lenkbewegungen noch häufig hydraulisch unterstützt wird, ist die elektrische Lenkung in den oberen Klassen der heutigen PKW-Modelle fester Bestandteil. Experten erklären, dass kleine Elektromotoren dabei helfen, aber sich nur einschalten, wenn der Fahrer bei der Lenkung Unterstützung benötigt.


Was versteht man unter „Drive-by-Wire“?

In der Fahrzeug-Technologie versteht man unter dem Ausdruck „by-wire“, dass mechanische und hydraulische Elemente durch elektrische und mechatronische Teile ersetzt werden. Die Wege von Kraft und Signal sind somit voneinander separiert.


Was versteht man unter „Steer-by-Wire“?

Hierbei stellt ein Sensor am Steuer des Fahrzeugs die jeweiligen Drehbewegungen fest. Ein elektrischer Motor am Lenkgetriebe erzeugt die Kräfte und überträgt sie dann auf die Spurstangen. Ein kleiner Elektromotor am Lenkrad simuliert dann das Feedback, das dem Fahrer bekannt ist. Das Gefühl für den Fahrer bleibt beim Lenken bestehen – störende Impulse der Straße und vom Antrieb bleiben aus.


Was versteht man unter „Brake-by-Wire“?

Ein großer deutscher Autohersteller setzt unter anderem Spindelbremsen ein. Dabei stoßen an der Vorderachse elektrisch gesteuerte Kugelgewindetriebe in unglaublicher Schnelligkeit gegen die aus Kohlefaser-Keramik hergestellten Bremsscheiben. Dies erleichtert die Arbeit an der Vorderseite des Fahrzeugs, da sperrige und schwere Hydraulik-Komponenten nicht mehr benötigt werden. In Zukunft könnte dann im Inneren das feste Bremspedal die Funktion an einen kleinen Hebel oder eine Sensorfläche abgeben, auf der die Kräfte nachgestellt werden, ähnlich eines sog. Force-Feedback.


Was versteht man unter „Shift-by-Wire“?

Bei „Shift-by-Wire“ wurde die Technik von tiptronic weiterentwickelt. Wenn die Geschwindigkeitsstufen mit einem platzsparenden und leichten Joystick gewählt werden, kann auch auf das gängige Schaltgestänge verzichtet werden. Hierbei erhält die Hydraulikeinheit der Automatikgetriebe ihre Befehle elektrisch.


Und was sind die Vorteile?

Die By-wire-Technologie stellt den Automobilherstellern neue Möglichkeiten dar. Nehmen wir hier die Lenkung als Beispiel. Eine Lenksäule ist nicht mehr notwendig und das Lenkgetriebe kann folglich anders eingesetzt werden. Komfortabel oder sportlich – auf Knopfdruck hat der Fahrer die Wahl aus verschiedenen Setups und Übersetzungen der Lenkung. Zudem kann eine Steer-by-Wire Lenkung teilweise neue Korrektur- und Hilfsfunktionen übernehmen, wenn sie mit anderen Systemen verknüpft ist.

Die Zukunft wird spannend und wir freuen uns sie mit unseren innovativen Lösungen aktiv mitzugestalten.