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DTM-Saisonfinale am Norisring: Erstes Podium für Space Drive Mercedes -AMG GT3 und das Team um Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport

Der #18 Mercedes-AMG GT3 mit Maximilian Buhk erreicht beim DTM Saisonfinale am Norisring den ersten Podiumsplatz – Platz 3 – mit einem Steer-by-Wire Fahrzeug und schreibt damit Rennsportgeschichte, ein Saisonabschluss nach Maß nach zwei Mal 67 Runden!

Die letzten Rennminuten der DTM Saison 2021 waren für das Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport spannend wie ein Krimi. Auf den letzten Metern gelingt das schier unfassbare – ein Podiumsplatz in der DTM. Der Mercedes-AMG GT3 #18 der ganz ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe auskommt und mit der Steer-by-Wire Technologie Space Drive ausgestattet ist, hat auf dem Norisring nicht nur gepunktet, sondern auch das erste Podium eingefahren. Zwei Punkte im ersten Lauf am Samstag und 15 Punkte am Sonntag bescherten dem Team auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs am Ufer des Nürnberger Dutzendteichs einen furiosen Saisonabschluss.

Eigentlich hatte der vorletzte Renntag der Saison nicht ganz so optimal für Buhk und sein Team begonnen. Wirkt der Abstand von nur 0,5 Sekunden auf den ersten Blick zwar klein, langte dies im sehr anspruchsvollen Fahrerfeld der DTM trotzdem nur für den 14. Startplatz - eine schwierige Ausgangsposition. Maximilian Buhk kam nach einem turbulenten Start, bei dem sein Dienstfahrzeug einige Blessuren abbekam, gut über die erste Runde und konnte darüber hinaus bereits drei Positionen gut machen. Nach einem optimalen Boxenstopp am Ende der 15. Runde kam der 28-jährige an Position 17 wieder zurück ins Renngeschehen und konnte im weiteren Verlauf weiter Boden gut machen und am Ende mit Platz 9 zwei wichtige Punkte für sich und das Team mit nachhause bringen.

Doch das war nur der Anfang: Zum DTM-Saisonfinale am Sonntag ging Maximilian Buhk von einem soliden 10. Startplatz ins Rennen. In der wieder etwas überhitzten Startphase konnte der Hamburger in der ersten Kurve innen ausgewichen und schnell zwei Plätze gut machen. Im weiteren Verlauf hielt sich die #18 konstant auf dem achten Platz. Nach einem fehlerfreien Pflichtboxenstopp, der vom Team Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport in der 39 Runde relativ spät absolviert wurde, konnte sich Buhk wieder vor seinem hartnäckigen Verfolger einordnen. Also sich das Spitzenfeld in der Schlussphase des Rennens wieder zusammenschob, agierte der Norddeutsche geschickt und umfuhr zwei Kollisionen im Feld und konnte noch in der vorletzten Runde zwei Konkurrenten überholen. Da der vor ihm liegende Fahrer wegen eines Fehlers beim Boxenstopp noch fünf Strafsekunden auf seine Gesamtzeit bekam, rückte Maximilian Buhk letztendlich auf den dritten Rang nach vorne und sicherte seinem Team und Schaeffler Paravan, die in dieser Saison die innovative Space Drive-Lenkung – entstanden aus der Behindertenmobilität und eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren – den ersten DTM-Podiumsplatz überhaupt für ein Steer-by-Wire Fahrzeug in der Geschichte des Automobilrennsports.

Rückblickend kann das Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport auf eine erfolgreiche Saison schauen, mit einigen Höhen und Tiefen. Bereits zum ersten Rennen in Monza gelang dem Team jedoch mit dem 6. Platz ein Auftakt nach Maß. Für Maximilian Buhk war es der erste Fahrereinsatz in der DTM und für Mücke Motorsport nach 5 Jahren DTM-Abstinenz ein gelungenes Comeback, mit einem ganz besonderen Auto und einem zukunftsweisenden Projekt. Die Entwicklung von Space Drive wurde von den Schaeffler Paravan Ingenieuren mit dem Schritt in das hartumkämpfte Feld der DTM auf ein völlig neues Entwicklungsniveau gehoben. Seit 2019 ist das Space Drive System vom DMSB zugelassen und wird im harten Feld des Motorsports erprobt und weiterentwickelt. Seit 2021 ist es ein fester Bestandteil des DTM-Reglements.

Peter Mücke Team-Chef Mercedes-AMG Team Mücke Motosport: „Das war für uns und das Projekt ein würdiger Saisonabschluss: Zwei Mal in die Punkte und beim heutigen Rennen bis auf das Podium. Das ist für alles eine super Anerkennung für das was wir das ganze Jahr gemacht haben. Wir sind jetzt bei der Lenkung den letzten Entwicklungsstand gefahren. Wir freuen uns, wenn es kontinuierlich nach oben geht. Danke an Schaeffler Paravan für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und dass sie mit uns diesen Weg gegangen sind. Wir haben viele Daten gesammelt und viele Erkenntnisse über das System und das Auto gewonnen. Wenn man konsequent von Veranstaltung zu Veranstaltung an der Sache arbeitet, kann man solche Top-Resultate erzielen. Das bestätigt uns in unserer Arbeit.“

Maximilian Buhk: „Der Norisring ist nicht einfach. Anfangs habe ich mich schwer getan die optimale Linie zu finden. Wir haben uns am Wochenende sehr gut verbessern können. Auf Platz drei zu landen ist traumhaft. Das haben alle verdient, das Team und Schaeffler Paravan, weil viele Techniker und Ingenieure im Hintergrund sind, die an der Lenkung arbeiten und Team Mücke, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Wir haben uns seit Monza kontinuierlich herangearbeitet, haben ein zwei Highlights gehabt und hätten auch mehr Punkte holen können. Man sieht die Entwicklung über das Jahr. Wir haben viel gelernt mit der Lenkung und ich habe ja den direkten Vergleich zur konventionellen Lenkung und zur Space Drive Lenkung und ich setze mich einfach rein und ich muss nicht überlegen. Es fühlt sich sehr ähnlich an. Diese DTM-Saison war eine ganz besondere in meiner Karriere.“

Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co.KG und Gründer der PARAVAN GmbH ist begeistert: „Ich hätte nie gedacht, dass wir im ersten Jahr bereits auf das Podium fahren können. Wir sind hier als Schaeffler Paravan, als Pioniere zur Entwicklung eines völlig neuen Lenksystems. Wir waren die ersten, die ohne eine mechanische Verbindung – ohne Lenksäule – in der DTM an den Start gegangen sind. Es ist wichtig zu verstehen, was das bedeutet. Wir entwickeln das Space Drive System kontinuierlich weiter und generieren von allen Läufen wichtige Fahrzeug-Parameter, die das gesamte Fahrwerksystem betreffen. Diese Daten benötigt man, wenn man in der Zukunft autonom fährt. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für deutlich mehr für Sicherheit in der Fahrautomation und entwickeln viel mehr als Steer-by-Wire. Wir haben den Anspruch das System auf allen Ebenen weiterzuentwickeln. Doch heute gilt mein großer Dank erst mal dem gesamten Team, das diesen Erfolg mit viel Engagement und Einsatz möglich gemacht hat.“

Maximilian Buhk fuhr an diesem Wochenende weitere 17 Punkte ein und schloss die Saison mit insgesamt 28 Punkten auf Rang 15 ab. Das Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport liegt mit 34 Punkten in der Teamwertung auf Rang 11. Bereits vor einer Woche am Hockenheimring sicherte sich Mercedes-AMG mit insgesamt 617 Punkten souverän die Herstellerwertung, gefolgt von Ferrari mit 368 Punkten und Audi.

 

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